Gemeinderat 2009 - 2014
 
 

Seit September 2009 für Bündnis90/Die Grünen im Lottstetter Gemeinderat:

CHRISTIAN KAISER

  • Jahrgang 1968, verheiratet, Vater von 3 Kindern
  • Dipl.-Ing. freier Architekt, Baubiologe/Bauökologe und Dozent an verschiedenen Hochschulen
  • Mitglied Bündnis90/Die Grünen  und GAR
  • Vorstand des OV Klettgau-Rheintal von 2009-2012
  • Vorstand des KV Waldshut von 2010 – 2013
  • Mitglied in der Regionalkonferenz Zürich Nordost (Atommülllagersuche Schweiz)
  • Vorsitzender des Gutachterausschusses der Gemeinde Lottstetten seit 2004
  • Teilnehmer am Ortsmarketing Lottstetten 2002
  • Mitinitiator des Ferienprogramms Lottstetten seit 2002

Aufgaben im Gemeinderat:

  • Stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss
  • Mitglied Arbeitsgruppe Tourismus/Ortsbild
  • Mitglied Arbeitsgruppe Vereine
  • Mitglied Arbeitsgruppe Energie
  • Teilnehmer an der "Energiewerkstatt" Lottstetten 2013/2014

     

    AUS UNSERER GEMEINDERATSARBEIT:

    Folgende Themen, Anträge und Haltungen haben wir im Gemeinderat vertreten. Nicht für alle Themen können alle Hintergründe und auch Beweggründe an dieser Stelle breit erläutert werden. Wir versuchen hier lediglich, grundsätzliche Diskussionsbeiträge in Kürze darzustellen:

     

    1.2014

    Beschränkung der Durchfahrt zur Uferwiese Giese durch den Hardtwald

    Nachdem jahrzehntelang ein nur "geduldeter" Fahrweg von der Nackermühle zur Uferwiese Giese bestand, musste der Gemeinderat darüber befinden, ob der Weg zukünftig zu einem offiziell gewidmeten Fahrweg für Motorfahrzeuge freigegeben werden soll. Wir vertraten aus versachiedenen Gründen die Meinung, dass der Gieseweg nicht für den Motorverkehr freigegeben werden sollte:

    - entlang des Weges befinden sich sensible Waldbereiche mit Biotopen

    - der Wald wird in seiner Erholungsqualität durch eine querende Fahrstrasse beeinträchtigt

    - die Uferwiese verträgt kein hohes Besucheraufkommen (keine Toiletten vorhanden)

    - die Verantwortung der Gemeinde steigt für die Wegbenutzung (Unterhaltskosten und Haftungsfragen)

    - Lärmbelästigungen durch strombetriebene Geräte sind an der Uferwiese an der Tagesordnung. Dies wird bei Wegfall einer Autozufahrt besser

    Aus unserer Sicht ist die Uferwiese ein wunderbarer Platz für die Erholung in der Natur. Dieses Erlebnis wird noch intensiver, wenn der Zuweg mit dem Fahrrad oder zu Fuss erfolgt.

     

    19.4.2012

    Antrag der AG Tourismus für eine spezielle Stelle im Rathaus als Tourismus-Koordinator/in"

    Das Thema "Tourismus in Lottstetten" wurde jahrelang stiefmütterlich behandelt. Seit 2009 befasst sich eine vierköpfige fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe (Herbert Kübler CDU, Axel Holzscheiter SPD, Arnulf Maier FWV, Christian Kaiser, Grüne) mit Ansätzen für die Stärkung der Lottstetter Potentiale. Als Ergebnis dieser Arbeit wurde seit 2012 eine neue Teilzeit-Stelle im Rathaus geschaffen, die sich mit dem Aussenauftritt der Gemeinde und der besseren Vernetzung innerhalb der Gemeinde befasst.

     

    10.2011

    Kein weiterer Ausbau von Spielcasinos in Lottstetten

    Auf Vorschlag der Verwaltung prüfte der Gemeinderat, ob weitere Grundstücke im Gewerbegebiet für die Nutzung für Spielstätten geeignet sein könnten. Dieses Vorhaben wurde vorwiegend mit Blick auf die zu erwartenden Vergnügungssteuereinnahmen mehrheitlich unterstützt. Wir waren von Anfang an aus mehreren Gründen dagegen:

    - gemäss den Berichten des Bundeskriminalamtes dienen Spielstätten auch zur Geldwäsche von Einkünften aus zweifelhaften Quellen. Wir wollen diese Personen nicht nach Lottstetten locken!

    - Spielsucht zerstört Existenzen und Familien. Wir wollen dieses Gewerbe nicht noch besonders fördern und auch keine finanziellen Einnahmen aus suchtbedingtem Verhalten haben.

    Leider konnten wir uns mit unserer Haltung keine Mehrheit im Gemeinderat überzeugen.

    In der Folge wurden die Ansiedlungsbedingungen für Spielstätten durch das Landesglücksspielgesetz erschwert, so dass mittlerweile der Ausbau der Spielcasinos in Lottstetten trotz wohlwollender Förderung durch den Gemeinderat fürs Erste gebremst scheint.

     

    19.4.2011 

    Antrag für die Durchführung einer Raumluftmessung nach Umbauarbeiten im Kindergarten

    Das Untergeschoss der Grundschule wurde zum kommunalen Kindergarten umgebaut. Wir stellten den Antrag, nach der Fertigstellung eine baubiologische Raumluftmessung durchzuführen, um Belastungen von Kleinkindern und Betreuungspersonal  durch Ausdünstungen aus Leimen, Klebern und Lacken sicher ausschliessen zu können. Die Mehrheit des Gemeinderates lehnte dies leider ab, da sie befürchteten, da durch evtl. erkannte Gesundheitsrisiken die Inbetriebnahme verzögert werden könnte. Wir sind allerdings weiterhin der Meinung, dass die Gemeinde eine Fürsorgepflicht für öffentlich betreute Kinder hat.

     

    11.2010

    Antrag auf Errichtung einer öffentlichen Toilette im Einkaufsgebiet

    Seit das  externe Bäckereigeschäft im Lidl- Gebäude schloss, gibt es keine Möglichkeit mehr für Einheimische oder Auswärtige, um im Einkaufsgebiet (Lidl, Takko, Deichmann, KiK, Markant) eine Toilette zu benutzen. Wir baten um Prüfung, ob die Handeltreibenden dazu motiviert werden können, eine gemeinsam finanzierte öffentliche Toilette (z.B. am Lidl-Parkplatz) zu errichten und zu betreiben. Nachdem dies nicht möglich war, nahm die Verwaltung den Vorschlag in die Investitionsplanung 2014 auf, damit die Gemeinde in Eigenregie den Missstand behebt. Dieser Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit in Finanzausschuss und Gemeinderat. Wir sind jedoch weiterhin der Auffassung, dass die Grösse des Einkaufsgebietes und die grosse Menge an Einkaufsgästen mindestens eine öffentliche Toilette erfordert. Alles andere erfolgt zu Lasten der Anwohnerschaft und der Grünanlagen in diesem Gebiet. Und wirft ein schlechtes Bild auf unseren Ort.

     

    29.6.2010

    Antrag für detaillierte Bestandsaufnahme des Betreuungsbedarfs für Kleinkinder

    Im Vorgriff auf die Einrichtung von Betreuungsplätzen für Unter-3-Jährige beantragten wir, dass eine detaillierte und ergebnisoffene Umfrage bei den betroffenen Familien gemacht wird, welche Betreuungsformen und -zeiten besonders gefragt sind. Der Antrag wurde nach eingehenden Diskussionen hinfällig, da das neue Konzept für den kommunalen Kindergarten ohnehin ein sehr flexibles und familiengerechtes Konzept vorsah.

     

    11.2009

    Antrag auf Namensnennung bei Gemeinderatsberichten im Mitteilungsblatt

    Im Lottstetter Mitteilungsblatt werden alle Gemeinderatsdiskussionen anonymisiert wieder gegeben: "Ein Gemeinderat sagte...". Wir sind der Auffassung, dass Bürger sich durchaus für Kommunalpolitik begeistern lassen, dass sie dazu aber auch intensiver angesprochen werden müssten. Die Protokolle der Ratssitzungen würden mehr Anklang und Interesse erfahren, wenn Haltungen und Meinungen zugeordnet werden können und die Diskussionen damit mit mehr Leben (und Gesichtern) erfüllt würden. Der Antrag fand leider keine Mehrheit, da die Befürchtung bestand, dass dann auf eine ausgewogene Namensnennung geachtet werden müsste.

     

    7.10.2009

    Antrag für die Errichtung einer Bürger-Solaranlage auf dem Dach des Feuerwehrgebäudes

    Das neue Feuerwehrgebäude war bereits im Bau und hatte ein grosses nach Süden ausgerichtetes Dach. Wir stellten den Antrag, auf der südlichen Dachhälfte eine Solarstrom-Anlage zu errichten, da sich die Investition bereits nach wenigen Jahren amortisiert und die Gemeinde damit auch einen eigenen aktiven Impuls für den Ausbau erneuerbarer Energien leisten kann. Unser Vorschlag umfasste noch die Möglichkeit, dass interessierte Bürger Teile der Anlage mitfinanzieren können und somit die Anlage zu einer Bürger-Solaranlage auf öffentlichem Dach werden könnte.

    Der Antrag wurde mehrheitlich vom Gemeinderat unterstützt, allerdings wurde eine Realisierung in Eigenregie, ohne Bürgerbeteiligung, als der praktikablere Weg angesehen.

 
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