Standpunkte
 
 

Erweiterung des Einkaufsareals entlang der Hauptstrasse

In Lottstetten will der sich der Discounter Aldi auf dem Hofareal neben dem bestehenden Lidl-Parkplatz ansiedeln. Hierfür müsste die Gemeinde den Bebauungsplan für dieses Gebiet aufheben und ändern. Der Discounter wirbt mit einer Kostenbeteiligung eines möglichen Kreisverkehrs bei der Einmündung zum Gewerbegebiet für dieses Projekt. Die Gemeinderäte von Bündnis 90 / Die Grünen lehnen das Projekt aus folgenden Gründen ab.

 

  • das Verkehrsaufkommen im Ortskern würde sehr zunehmen.
  • ein Kreisverkehr ist auf Grund des Landverbrauchs und der Eigentumsverhältnisse nur schwer realisierbar.
  • da Aldi eine Magnetwirkung auf andere Geschäfte hat, ist davon auszugehen, dass sich weitere Discounter ansiedeln wollen. Als weitere Gewerbe sind ein Getränkegrosshandel oder ein Möbelhaus vorstellbar. 
  • das Verkaufsgewerbe würde sich in den Ort hinein verlagern, also in die falsche Richtung. 
  • die Bauimmobilien werden in der Umgebung des Einkaufsparks an Wert verlieren.
  • eine Ansiedelung von Aldi hätte negative Folgen für bereits bestehende Geschäfte. Aldi wird beispielsweise vom Obsthof Henes, Bäckerei Jünger, Metzgerei Maier  und Markant Markt klar abgelehnt. 
  •  das Areal sollte für einen sozialen Nutzen wie den Bau von altersgerechten Wohnungen genutzt werden.
  •  auch die Ansiedelung eines Hotels wäre wünschenswert, da der Jestetter Zipfel bezüglich dem Tourismus ein sehr hohes Potenzial aufweist. 
  • die Einwohner der Gemeinde Lottstetten sind mit Einkaufsmärkten und Discountern überdurchschnittlich gut eingedeckt. Einen Aldi braucht es in Lottstetten nicht.
  • da Aldi vom Schweizer Einkaufstourismus lebt, sind die Folgen nicht absehbar, falls sich der Franken Wechselkurs einmal in die andere Richtung bewegt. 
  • da nach dem jetzigen Bebauungsplan eine Ansiedlung von Aldi nicht möglich ist, muss die Gemeinde kein Geld investieren, um eine Ansiedlung zu verhindern.

Thomas Güntert, Januar 2015

 

 

Ein vernünftiges Internet für Lottstetten

Ein wichtiges Thema in Lottstetten wird in den kommenden Jahren die Internetanbindung sein. Ohne eine gut funktionierende Breitbandversorgung ist Lottstetten für Neuansiedlungen von Gewerbetreibenden, wie auch für Privatpersonen, völlig uninteressant. Ohne Neuansiedelungen wird es schwer, die bestehende Infrastruktur langfristig zu halten. Die Grünen sind deshalb für einen sinnvollen Ausbau des Internets, der nur mit Glasfaserkabel erfolgen kann.

 

Eine Internetverbindung mit Funk lehnen wir aufgrund der Strahlenbelastungen ab. Zudem ist die Funktechnologie langfristig keine Lösung, da die Datenmengen des Internets ständig zunehmen und eine störungsfreie Übertragung über Funk nicht gewährleistet werden kann. Es sollten Bestrebungen laufen, dass man als ersten Schritt die Glasfaserleitung, deren Knotenpunkt in Jestetten liegt, nach Lottstetten verlegt. Da wir mit der Firma Vetter Kabelverlegetechnik das Knowhow der der Internet Technologie in der Gemeinde haben, sollten wir auch eine Zusammenarbeit mit dieser Firma anstreben.

 

In der Gemeinderatsitzung am 23. Oktober 2014 kam der Antrag von Thomas Güntert, eine AG Breitbandausbau zu gründen und die Firma Vetter anzufragen, ob sie ihr Know-How der Gemeinde zur Verfügung stellen würde. Bürgermeister Link zeigte sich überrascht über den Vorschlag und merkte an, dass in der letzten Sitzung beschlossen wurde, Finanzmittel zur Erstellung einer Feinplanung im kommenden Haushaltsjahr bereitzustellen. Er ergänzte, dass zunächst mit der "Backbone"-Planung des Landkreises begonnen werden müsse, ehe eine Feinplanung erstellt und eine AG gegründet werden kann. Er merkte an, dass die finanziellen Mittel aktuell nicht zur Verfügung stehen, nachdem sich ein weiterer Gemeinderat für eine sofortige Planung aussprach.

 

Ein Mitarbeiter der Telekom bemerkte, dass der Landkreis Waldshut nur geringe finanzielle Mittel für eine "Backbone"-Planung zur Verfügung hätte. "Da es im Landkreis viele unterversorgte Gegenden gibt, ist zu bezweifeln, dass in dieser Richtung in der nächsten Zeit in Lottstetten überhaupt etwas geht", so der Telekom Mitarbeiter. Die Grünen werden am Ball bleiben und im neuen Haushaltsjahr die Breitbandversorgung weiterhin vorantreiben. An der Klausurtagung im April wird sich hierzu sicherlich die Möglichkeit bieten.

Thomas Güntert, Januar 2015

 
 
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